Heute muss ich mich mal zu einem Thema auslassen, was mich sehr beschäftigt. Und zwar geht es darum, dass viele Hundehalter mit ihren Hunden spazieren gehen. Das ist ja auch gut so und genau so soll es auch sein. Doch wenn diese Hundehalter mit ihren Hunden gehen, sind diese meistens nicht an der Leine. Egal wo man die Leute trifft. Auf Gehwegen, in der Stadt, im Wald auf Feldwegen, auf Radwegen etc. Man hat selbst Angst, Joggen zu gehen. “Der tut nix” – kommt dann gerne, wenn man langsamer macht und sich vorsichtig an Hund und Halter vorbeimogeln möchte. Gut – vielleicht hat er bis jetzt nichts getan. Aber vielleicht passe ich dem Hund auch nicht. Vielleicht mag er mich ganz und gar nicht. Oder er sieht mich evtl. als Bedrohung. Kann der Hundehalter in den Kopf des Hundes reinschauen? 

Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Wir hatten irgendwie immer Hunde doch diese Hunde gehen immer an der Leine mit uns spazieren. Selbst als Hundehalter oder Mitgänger bekommt man hin und wieder Muffensausen. Warum, kann ich Euch gerne erzählen.

Wir waren spazieren. Meine Mom, Happy und ich. Hatten eine Menge Spaß, haben viel geredet und sind vielen Hunden aus dem Weg gegangen. Man läuft automatisch in eine andere Richtung, wenn man andere Hundehalter sieht, wenn diese ohne Leine unterwegs sind. Die können von mir aus so oft sie wollen sagen, dass deren Hund nichts macht. Wissen können die es nämlich nicht. Ist den Hunden ein anderer Hund unsympathisch oder vielleicht sogar der Mensch (ganz besonders zählen dazu Kinder, Fahrräder, Rollerblades etc) gehen die Hunde aus Selbstschutz schon drauf los. Das ist aber nicht die Schuld vom Hund, sondern vom Halter denn der trägt die Verantwortung und hat dafür zu sorgen, dass der Hund angeleint ist und dass er seinen Hund auch unter Kontrolle hat.

Ganz schlimm finde ich es, wenn eine Familie einen Hund hat, mit dem die nicht umgehen kann. Dieser noch frei auf dem nicht eingezäunten Grundstück rumläuft. So war das bei uns, als wir spazieren waren. Wir waren auf der anderen!!! Straßenseite. Sind schon auf hab Acht gewesen, da bekannt war, dass der Hund gerne an andere Hunde geht. Wir wollten eigentlich schnell da weg, da kam auf einmal der Hund von der anderen Straßenseite rüber geschossen, als gäbe es kein Morgen mehr. Ich habe ihn nur noch im Augenwinkel gesehen. Wäre da ein Auto gekommen – der Hund wäre platt.

Meine Mom hatte Angst um ihren Hund und stand vor ihm. Happy war ganz brav und ist hinter meiner Mom geblieben. Ich bin Richtung Hund und das ohne nachzudenken. Ich habe einfach nur daran gedacht, meine Mom und Happy zu beschützen. Ich habe den Hund abgefangen, indem ich ihn angeschrien habe und ihm gezeigt habe, dass ich “stärker” bin, als er. Ich habe keine Angst gezeigt und bin ich die Offensive. Das war mehr ein Reflex, da mir Familie eben wichtiger ist, als ich mir selbst.

Ich wurde wohl so böse, dass der Hund (Schäferhund) vor mir Angst bekommen hat, sich flach auf den Boden gelegt hat, urinierte und mich nur anschaute. Ich habe ihm gezeigt, dass er sich auf dem schnellsten Wege zurück machen soll. Er ist dann rüber und stand vor der verschlossenen!!! Haustüre. Da kam dann erst der Besitzer und hat gefragt, ob was passiert ist.

Dem habe ich natürlich auch direkt das Passende gesagt und da war ich ehrlich gesagt ziemlich außer mir. Da kam dann ein “Entschuldigung” und das war es dann.

Sowas ist unverantwortlich und das kann auch passieren, wenn man die ach so braven Hunde, die ja keinem was tun, unangeleint laufen lässt. In jedem Verbandsgemeindeblättchen steht, dass es verboten!!! ist, die Hunde frei laufen zu lassen.Und das war nicht unser letzter Fall in der Art. Einige Wochen später hatten wir so ein ähnliches Szenario. Allerdings waren das 3 unangeleinte Hunde und 1 Besitzer. Wie bitteschön soll ein Mensch drei Hunde unter Kontrolle haben, wenn denen das rote Lämpchen im Kopf angeht? Über diese Verantwortungslosigkeit könnte ich mich wirklich aufregen. Zudem bringt der Besitzer nicht nur die Hunde der anderen Halter in Gefahr. Nein! denn der Hund oder die Hunde könnten auch Menschen beißen.Egal ob es Kinder sind oder Erwachsene. Ich finde das nicht witzig! Aber – Der tut ja nichts!

Und was auch tragisch ist – Was ist, wenn der Hund ein junges Reh sieht? Einen Hasen? Einen Fuchs? Hunde hören auf ihren Halter aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Sehen die Hunde rot, fällt die Schranke. Sie sehen und hören nichts mehr. Sie laufen einfach los. Und der Übergang von grün zu gelb ist sehr kurz. So schnell kann leider nicht jeder Halter reagieren und von gelb auf rot ist der Übergang so klein, dass er kaum bemerkbar für einen Halter ist.

Man kann einem Hund nur vor den Kopf schauen – niemals dahinter oder rein. Das müssten sich wirklich einige Leute merken.

Spaziergänge im Zickzack-Modus sind nicht toll. Eigentlich möchte man sich entspannen, ausspannen und dem Hund einen schönen Spaziergang ermöglichen. Ständig unter Strom stehen aus Angst, dass wieder ein Hund auf einen zugeschossen kommt, ist nicht sehr entspannend. Oder Walken gehen und einen Hund fast an der Wade hängen haben – Frauchen schreit sich die Lunge aus dem Hals, Hund hört nicht und ich versuche mit meine Walkingstöcken meine Wade zu verteidigen. Hört sich witzig an, ist es aber nicht. Ehrlich nicht!

Leute – leint Eure Hunde an und übernehmt endlich mal die Verantwortung für Eure Tiere!!! Andere Hunde und Hundehalter wären Euch dafür wirklich dankbar!

Happy

Eure Frozen und eine immer angeleinte Happy, die auch mit Leine ihren Auslauf bekommt und glücklich ist 😉

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.