Ich lerne nie aus und habe darum mal gegoogelt, was das bei mir noch sein könnte. Essgeräusche bringen mich auf die Palme. Wenn die Spülmaschine läuft, befinde ich mich nicht gerne im selben Raum. Wenn das Radio läuft, dürfen keine anderen Geräusche “hörbar” sein. Zu helles Licht hasse ich wie die Pest und Gefühle kann ich manchmal nicht einordnen. Was stimmt nur nicht mit mir? Google sagt, ich wäre sensibel. Es gibt da etwas, was sich Hochsensibilität nennt. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe einige Selbsttests durchgeführt. Alle haben ergeben, dass ich tatsächlich Hochsensibel (bzw. Hypersensibel) bin. Da ich vorher dachte, ich sei einfach nur extrem in manchen Dingen, trägt das Kind nun einen Namen. Ich habe also nicht nur eine Angst- und Panikattacke. Nein, ich bin auch zu sensibel. Zum Glück gibt es zu dem Thema auch Bücher. Dieses Buch von Elaine Reichardt konnte mir wirklich weiterhelfen. 

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Der Selbsttest ergab auch, dass ich Hochsensibel bin. Jetzt geht es ans Eingemachte. Wie kann ich damit mein Potential entfalten? Das alles bekomme ich im Buch sehr gut erklärt. Hier mal die Buchinfo: “Laut Schätzungen ist jeder siebte Mensch hochsensibel und nimmt die Welt um sich herum intensiver und detaillierter wahr als der Rest der Welt. Doch oft weiß er selbst nichts von seiner besonderen Veranlagung, die von anderen Menschen leider nur allzu oft als Schwäche gedeutet oder von Ärzten/Therapeuten gar als psychische Störung gewertet wird. Dieses Buch erläutert das Phänomen Hochsensibilität ausführlich und beschreibt, in welcher Weise hochsensible Menschen Alltagssituationen wie Einkaufen, Schule oder Arbeit erleben. Auch Ausgehen und Feiern fühlt sich für sie anders an… Wie können sie ihr Leben trotz oder gerade mit ihrer Hochsensibilität am besten meistern? Wie lässt sich Hochsensibilität aus einer vermeintlichen Schwäche in eine echte Stärke umwandeln? Und zu guter Letzt: Wie können Hochsensible das in ihnen schlummernde Potenzial erwecken und voll entfalten?”

Es ist nicht einfach aber man kann einiges lernen. Sei es das Thema Angst oder eben das Thema Hochsensibel. Man muss sich mit den Themen einfach etwas intensiver beschäftigen. Ja, ich bin manchmal etwas überfordert. Aber ich weiß jetzt auch, warum das der Fall ist. Mir hat dieses Buch tatsächlich geholfen zu verstehen, was denn nun wirklich mit mir los ist. Selbst mein Mann hat darin gelesen und versteht jetzt etwas besser, warum ich ihm beim Nüsse essen oder so nicht zuhören kann bzw. warum er mich dann von der Decke kratzen könnte (ich rege mich dann auch und mutiere zum HB-Männchen).

Das Buch ist für Angehörige sowie auch für Betroffene geeignet und eine große Stütze.

Eure Frozen


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