Manchmal fragt man sich, was denn der Sinn des Lebens ist. Jeder hat da unterschiedliche Vorstellungen. Doch was denken Menschen, die im Sterben liegen oder bald sterben werden? “Leben – Von Sterbenden lernen, was zählt” von Kerry Egan ist ein Buch, was mich sehr neugierig gemacht hat. Ich selbst habe ja auch schon oft daran gedacht, dass ich viel Lebenszeit regelrecht verschwendet habe. An meine Angst, an falsche Menschen, an blöde Filme etc. Doch an was man wirklich denkt, wenn man irgendwann die letzte Reise antritt, ist doch was ganz anderes. 

Infos zum Buch:

Dies ist kein Buch über das Sterben – es ist ein Buch über das Leben! Die erfahrene Hospiz-Seelsorgerin Kerry Egan erzählt Geschichten von Sterbenden. Sie handeln von Hoffnung und Glück, Reue und Trauer, Stolz und Demütigung, Offenbarung und viel zu lange gehüteten Geheimnissen. Und vor allem: von der Liebe – zu ihren Kindern, Partnern und Freunden, von unerfüllter, verlorener, vergeblicher Liebe. Gemeinsam ist allen Geschichten das Ringen darum, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben, und der unbedingte Wille, die Welt nicht schwarzweiß zu sehen, sondern in all ihren Schattierungen von grau bis bunt.

Ich hatte schon Gänsehaut, als ich die erste “Geschichte” gelesen habe. Es sind verschiedenen Erlebnisse, ganz unterschiedlicher Menschen. Manche Passagen bzw. Zitate muss man mehr als nur einmal lesen, um den Sinn dahinter zu verstehen. Man merkt aber, die Ehrlich und Offen die sterbenden Menschen sind. Sie erzählen alles, was sie bedrückt und bewegt hat.

Ich habe ja mal über das Thema “Loslassen” geschrieben. Auch das ist in dem Buch wiederzufinden. Man sollte manchmal wirklich Menschen und Dinge (früh genug) loslassen, bevor es einem irgendwann selbst schadet.

Auch die Sehnsüchte der Sterbenden öffnen einem die Augen. Das zeigt mir zum Beispiel, dass ich doch etwas mutiger sein sollte und das tun sollte, worauf ich Lust habe, an dem ich Interesse habe. Mir sollte es egal sein, was andere Menschen denken. Denn – ich habe nur dieses eine Leben und ich sollte es so gestalten, wie es mir gefällt. Denn sonst liege ich irgendwann auch auf meinem Sterbebett und erzähle (wenn ich es noch kann) von meinen Sehnsüchten und Wünschen, die ich in meinem Leben hatte, diese aber nicht gelebt habe und somit traurig den letzten Weg gehen werde.

Ich finde das Buch wirklich schön. Das Cover ist einfach gestaltet (aber nur auf den ersten Blick, denn den Sinn erkennt man später beim Lesen) und der Schreibstil fesselte mich. Ich muss gestehen, dass ich ab und an schwer schlucken musste. Ein sehr einfühlsames Buch, was ich wirklich jedem empfehlen kann.

 

Eure Yvonne


1 comment on “Leben: Von Sterbenden lernen, was zählt von Kerry Egan – Buchrezension –”

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