Es gab Tage, an denen ich einfach aufgegeben habe. An denen ich mich aufgegeben habe. Jedoch gibt es Menschen, die mich nie aufgegeben haben. Die sich immer um mich gesorgt haben, die versucht haben, mich aufzubauen und die es am Ende auch geschafft haben, dass ich langsam wieder angefangen habe zu leben. Ich lerne nach und nach, das Leben wieder zu leben und es ist ein wunderschönes Gefühl. Meine damalige Selbstaufgabe ist einer Lebensfreude gewichen. Ich mache Dinge, von denen ich damals nie gedacht hätte, diese jemals wieder tun zu können. Eines meiner Ziele war, endlich wieder schwimmen gehen zu können. Ich habe in den letzten Jahren oft davon gesprochen und auch meine Bedenken dazu geäußert. Und dieses Jahr hat sich was getan. 

Ich habe ein neues Ziel erreicht

Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass ich das schaffen werde. Okay… ich habe schon damit gerechnet, dass es irgendwann vielleicht wieder funktioniert aber dass ich es dieses Jahr schaffe? Nein, das hätte ich nicht gedacht. Um was es geht? Schaut Euch das Bild einmal an. Ich stehe wirklich vor einem Schwimmbad. Ich habe meinen Lieblingsmenschen schon lange in den Ohren gelegen mit dem Wunsch, endlich wieder schwimmen gehen zu können. Vor einiger Zeit haben wir geübt, ans Schwimmbad zu fahren. Auf dem Parkplatz standen wir somit schon einmal. Aber ich wollte natürlich mehr. Am Mittwoch, den 18. Juli war es dann soweit. Am Morgen war ich mit Mama und Happy spazieren. Danach haben mein Mann und ich gefrühstückt (er hatte letzte Woche seine letzte Urlaubswoche von 2 Wochen – mehr darf man in der Firma leider nicht an Urlaub nehmen, was mich sehr ärgert) und ich bin ganz spontan im Bad verschwunden und habe mich umgezogen. Ich suchte Sachen zusammen, nahm zur Stütze eine Baldrian und sagte zu meinem Mann: “So, jetzt fahren wir ins Schwimmbad!”

Die Fahrt war sehr aufregend…

Wir haben unsere Sachen genommen und haben uns tatsächlich auf den Weg gemacht. Die Fahrt war für mich sehr aufregend. Ich kannte den Weg zwar schon aber bin ihn noch nie gefahren mit dem Vorhaben, nun endlich mal wieder schwimmen zu können. Ich war sehr nervös, habe währenddessen auch gefilmt. In der Mitte meines Vlogs könnt Ihr sehen, wie es für mich war 🙂

 

Ich habe es geschafft und war glücklich!

Ich war tatsächlich schwimmen. Das war MEGA! Und das Gefühl es endlich geschafft zu haben, war unbeschreiblich. Ich dachte vor einigen Jahren noch, dass ich es nie wieder schaffen würde, schwimmen gehen zu können. Und ich habe es geschafft. Es steckt allerdings harte Arbeit dahinter. Harte Arbeit, ein starker Wille, das Loslassen von negativen Menschen, der Halt meiner Familie und eine konkrete Zielsetzung.

 

Die nächsten Ziele sind gesetzt…

Ich habe mir natürlich auch schon die nächsten Ziele gesetzt. Wir wollen nun mindestens einmal in der Woche schwimmen gehen. Dann wollen wir, wenn es am Abend nicht mehr so heiß ist, Fahrrad fahren. Ich fange im August wieder an zu arbeiten bzw. habe dann erst einmal eine 4 wöchige Schulung und bin dann wieder in einem Angestelltenverhältnis (Vollzeit). Viele wundern sich jetzt vielleicht, wie ich das “auf einmal” alles schaffe. Es ist keine Wunderheilung. Es hat auch kein Buch geschafft. Ich habe auch niemandem was vorgespielt und leide auch nicht unter einer eingebildeten Angststörung. Nein, ich habe meine Probleme seit ich 17 bin. 2008 bis 2013 hatte ich einen Zusammenbruch. Nach dem Zusammenbruch hat meine Familie mit mir gekämpft. Ich habe Verluste erlitten, hatte Rückfälle, schwere Depressionen kamen dazu aber – keiner hat mich aufgegeben. Jeder hat mit mir und auch für mich gekämpft. Immer ganz kleine Ziele gesetzt. Das erste Ziel damals war, endlich wieder alleine auf Toilette oder duschen gehen zu können. Aber das kann sich bestimmt keiner von den Schwätzern vorstellen. Jedes noch so kleine erreichte Ziel war MEGA! Jeder tag war und ist ein Kampf. Aber ich kämpfe mittlerweile gerne denn ich weiß, dass ich sowas wie 2008 nicht mehr durchstehen kann und auch nicht mehr durchstehen werde. Nochmal kann ich das nicht und ich könnte das auch nicht meinen Lieblingsmenschen zumuten. Somit bleibt mir nichts anderes übrig, als mich selbst in den Griff zu bekommen. Und ja, das schafft man auch ohne Klinik. Bei Psychologen war ich oft genug doch geholfen hat mir von denen keiner. Heilpraktiker und Sozialarbeiter? Liebes, wem willst Du den Mist denn erzählen? Wenn Du das brauchst, bitte aber es gibt Menschen, die eben leben wollen und was dafür tun. Übrigens habe ich da was für meinen kleinen Stalker ganz persönlich:

 

Så det er min lille stalker for deg. La meg være alene. Jeg vil ikke vite mer om deg og dine eventyrhistorier du tenker på meg, du kan presse deg selv i rumpa. For å si det i din vokale bibel: Cami, knulle deg og la meg være alene!

Falls Du mal wieder nach Rechtschreibfehlern suchen solltest – so what?!? Ist mir egal 🙂

Es fühlt sich gut an!

Sich weniger Gedanken zu machen und zwischendurch einfach das Gefühl haben, “normal” zu sein ist toll. Das fühlt sich richtig gut an. Ich muss dazu aber immer wieder erwähnen, dass es auch mal schlechte Tage gibt. Allerdings hat die jeder. Egal, ob er/sie psychische Probleme hat oder nicht. Wir haben alle etwas gemeinsam. Wir sind Menschen und uns Menschen geht es eben nicht jeden Tag gut. So wie auch nicht jeden Tag die Sonne scheinen kann. Ohne Regen gäbe es zum Beispiel auch keinen Regenbogen 🙂

 

Eure Yvonne

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