Heute Nacht konnte ich wie so oft nicht schlafen und schaute kurz bei Facebook rein. Ein Freund der Familie aus Amerika postete, dass Robin Williams verstorben sei. Ich konnte das nicht glauben. Der Robin Williams? Nein – niemals. Das ist bestimmt wieder so eine Fake Nachricht, wie es diese so oft im Internet zu lesen sind. Ich habe mein Handy zur Seite gelegt und versuchte zu schlafen. Doch als ich heute wach wurde und nochmals bei Facebook rein schaute, haute es mich schier aus den Socken. Es ist doch wahr. Robin Williams ist tot. Angeblich kam er mit seinen Depressionen nicht klar und er hat sich das Leben genommen. Ich schaute ganz geschockt auf mein Display. Dann kamen mir all seine Filme in den Sinn.  Filme wie Mrs. Doubtfire, Hook, Flubber, Jumanji etc. brachten mich zum Lachen. Zum Nachdenken brachten mich Filme wie Der Club der toten Dichter, One Hour Photo, Jack , Good Morning Vietnam und noch viele mehr. Wahnsinnig geweint habe ich zum Beispiel bei Hinter dem Horizont und Der 200 Jahre Mann.

Ein großartiger Schauspieler ist gegangen. Wie er privat war, kann ich nicht urteilen. Ich weiß nur, dass Depressionen schrecklich sind und gerne von vielen Menschen als Phase etc abgetan werden. Das ist aber nicht der Fall. Depressionen können tödlich enden, wie man immer mehr beobachten kann.

Ich bitte um Rücksicht für Menschen mit psychischen Krankheiten. Ich kann da leider aus eigener Erfahrung sprechen, dass man von Freunden (bei manchen Menschen sogar Familie) alleine gelassen wird. Man hat ja einen an der Klatsche. Mit “solchen Menschen” möchte man nichts zu tun haben.

Mit einer Depression fühlt man sich alleine obwohl man es nicht ist. Dann merken andere, dass was nicht stimmt und lassen Dich dann auch noch alleine. Nicht gerade förderlich. Ich kann jedem raten, sich ärztlich behandeln zu lassen, darüber zu reden, medikamentös eingestellt werden.

Als Freund und Angehöriger – Lasst Euren Leuten Zeit, sich zu öffnen. Habt Geduld mit ihnen und ihren Launen. Seit für sie da, wenn sie Euch brauchen. Egal, wie schwer es Euch fallen wird. Aber Ihr seid es, die den Betroffenen den nötigen Halt geben könnt.

Was bin ich froh, dass ich meine Familie habe. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, ob ich noch hier sitzen würde, wenn ich an die schlimmen 4 Jahre denke, die hinter mir liegen und hoffentlich bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Ich lese auch wieder, wie man Anteil haben kann. Man würde den Menschen doch gar nicht kennen und was am Gaza passiert etc. wäre viel schlimmer, da dort viele Menschen sterben müssen. Das stimmt schon. Doch man hat einen bestimmten Bezug zu einem Schauspieler, Sänger, was auch immer vor allem, wenn man “Fan” ist. Ich habe ihn zu Robin Williams, da ich mit seinen Filmen sogar groß geworden bin und mich diese oft an meinen dunklen Tagen zum Lachen bringen konnten.

Ich kann nicht ändern, was in der Welt passiert. Natürlich nehme ich Anteil. Ich denke auch an die vielen verstorbenen für mich Unbekannten und einige Tränen habe ich deswegen auch schon vergossen, da es für mich unverständlich ist, wie sowas nur sein kann – keine Frage. Aber – Man kann das so auch gar nicht vergleichen und ich finde es absolut legitim, wenn man bestürzt und traurig ist, weil ein großartiger Mensch und Schauspieler gegangen ist.

Oh Captain! My Captain! RIP Mr. Robin Williams

Eure Frozen

2 comments on “Oh Captain! My Captain!”

    • Depressionen sind wirklich nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Da ist es egal, ob jemand Geld hat oder nicht. Sie bekommen (fast) jeden klein. Zum Glück kann es auch anders ausgehen aber das hier tut mir wirklich sehr sehr leid. 🙁

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